Kirche Schl Frontansicht


Pfarrkirche St. Tertulin, Schlehdorf


Inmitten der Wiesen- und Moorlandschaft des Alpenvorlandes,
unter Heimgarten und Herzogstand,

steht auf einem Hügel das Kloster und die ehemalige Klosterkirche
und heutige Pfarrkirche St. Tertulin.

Von weitem sieht man diese Anlage und die Kirche mit den
zwei kräftigen viereckigen Türmen.


Innenraum  
(Innenansicht der Pfarrkirche St. Tertulin)

Kloster und Dorf stehen auf altem Kulturboden.
Im frühen 8. Jahrhundert kamen Benediktinermönche aus Scharnitz,
siedelten sich hier an und bauten ein Kloster, das durch die Ungarn zerstört wurde.

Papst Hadrian I. schenkte 772 die Reliquien des Hl. Tertulin
dem Benediktinerkloster Schlehdorf und seinem Abt Atto –
daher das Patronat des Hl. Tertulin.
1140 wurde das Kloster von Augustiner-Chorherren neu ins Leben gerufen.

Das Ende des Stiftes Schlehdorf kam im Jahre 1803 durch die Aufhebung infolge der Säkularisation.
Die Klosterkirche behielt der Staat als Eigentum und stellte sie der Pfarrei als Pfarrkirche zur Verfügung.
Die damals veräußerten Klostergebäude und einen Teil des Grundbesitzes kauften 1902 die
Missionsdominikanerinnen von Augsburg.

Im Kranz der vielen schönen Kirchen ringsum nimmt die Schlehdorfer Kirche eine besondere Stellung ein;
denn die 1780 fertiggestellte Kirche ist im barock-klassizistischen Stil ausgestattet und ein charakteristisches
Beispiel für das neue Stilgefühl des ausgehenden 18. Jahrhunderts.
Zu ihrer Originaleinrichtung gehört auch die „Thoma-Orgel“ .

 
 
Monstranz
        Eine besondere Kostbarkeit
        besitzt Schlehdorf aus der Zeit der
        Augustinerchorherren.
        es ist die Monstranz. Sie ist einen
        Meter hoch und eine sehr schöne 
        Arbeit aus Augsburg,
entstanden
        etwa 1740.
        Das Kreuz der Monstranz
ist das
        Pektorale (Brustkreuz), das
        Kurfürst
Max Emanuel von
        Bayern als Anerkennung
für
        seine Verdienste dem Propst
        Bernhard
Bogner zu seiner
        Jubelfeier 1724 geschenkt hat.










                             
       
Marienkapelle                                 

      Marienkapelle:

     Die Marienkapelle wurde im
     südlichen Turm der Pfarrkiche

     eingerichtet. In der Kapelle
     befindet sich
das Gnadenbild,
     eine
polychrom gefasste Immaculata
     im Strahlenkranz aus dem
     18. Jahrhundert.

     Die Marienkapelle entstand im
     Jahre 1998, ursprünglich wurde der

     Raum als Krippenraum benützt.


     Diese Kapelle wird sowohl von
     Einheimischen als auch
von Fremden
     gerne als Gebetsraum genutzt.




 
                                                                             



Hl. Jungfrauen  

Die drei hl. Jungfrauen Ainbeth,
Wolbeth und Vilbeth. Ihnen zu Ehren
stand vor dem Bau des jetzigen Klosters
eine Kapelle. Sie stehen über dem
südlichen Seitenalter und stammen aus
der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.


Marienaltar

Der  rechte Seitenaltar, der sogenannte
Marienaltar, wurde von Tassilo Zöpf
geschaffen. Die Mutter Gottes, eine Schnitzfigur
von Tobias Baader, 1684, farbig gefasst von
Johann Zach, stammt vermutlich aus der
alten Klosterkirche.
In der schwarz und golden gefassten
Tabernakelanlage, Ende 18. Jh., werden die
Reliquien des Kirchenpatrons St. Tertulin
aufbewahrt.


 Gedenktafel
                                                                    Gedenktafel zur Erinnerung  an Melchior
                                                                    Honifstingl - Wohltäter von Kloster und
                                                                    Kirche in Schlehdorf. Diese Gedenktafel
                                                                    befindet sich im linken Kirchenschiff.